
Ältestes Tabakgeschäft bietet Zigarette mit USB-Anschluss an
Tabakwaren Heyne mit Rauchinnovation am Start. Neuerfindung aus Deutschland

Nach 110 Jahren ist es so weit. Im ältesten Tabakgeschäft von Plettenberg kann man eine Zigarette anbieten, die unschädlich ist und am Computer per USB-Anschluss aufgeladen werden kann.
PLETTENBERG ■ "Damit kann der Laden und seine Stammkunden länger leben", ist sich Peter Vieregge sicher, der das traditionsreiche Geschäft zusammen mit Lars Niggemann und Thomas Großheim betreibt.
Im Jahr 1997 stellte das Bundesverfassungsgericht fest, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist. Diese Tatsache war Matta Heyne - der alten Besitzerin des Tabakladens - schon 1920 klar. Da gab es aber noch nicht die elektrische Zigarette. Die qualmt und glüht vorne beim Ziehen, sieht wie eine Zigarette aus und lässt sich auch so rauchen. Das war es dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten. Da nichts verbrannt wird, entfallen fast alle schädlichen Stoffe. Nimmt man die Version ohne Nikotin mit Tabak-, Minze-, Vanille- oder Schokogeschmack hat man eigentlich mit dem Rauchen aufgehört. Dafür kann man dann überall rauchen, wo man will, auch im Flugzeug, vor dem Kreißsaal oder in der rauchfreien Kneipe. Der Rauch ist zudem geruchslos. Hautalterung, Asthma, Potenzstörungen, Schlaganfall, Herzinfarkt und Krebs - diese Bedrohungen, die fast jeder Raucher im Hinterkopf hat, fallen bei der Neuerfindung weg. Auch durch den Rauch wird niemand mehr geschädigt.
Die Gesundheitszigarette wird unter strenger Überwachung in Deutschland produziert wird. Ein deutsches pharmazeutisches Labor sowie eine deutsche Apotheke verarbeiten die zertifizierten und gelisteten Inhaltsstoffe und Aromen unter Berücksichtigung von speziellen Normen.
Wer hat's erfunden? Ein deutscher Professor und Krebsspezialist, den der Plettenberger Lars Niggemann kennenlernte und den Kontakt zum Tabakwaren-Geschäft herstellte. ■ ged
Süderländer Tageblatt, 10. Mai 2011
